Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte von der Hand ausgeführte Entstauungstherapie, die hauptsächlich in der Nachbehandlung von Patienten mit Tumorerkrankungen angewandt wird. Aber auch nach Unfällen, Operationen und teilweise in der Kosmetik werden Patienten mit der manuelle Lymphdrainage behandelt. Lymphflüssigkeit - Was ist das? Die Lymphflüssigkeit entsteht im Körper durch Verbrennung von Kohlehydraten, Fetten, Salzen, etc. . Die Lymphflüssigkeit ist milchig, trüb gefärbt und kommt in den sogenannten Lymphgefäßen vor. Beim Austritt dieser Flüssigkeit aus den Lymphgefäßen in den Zellzwischenraum entsteht eine ( fast unsichtbare ) Schwellung im Gewebe. Sichtbar wird diese Schwellung erst, wenn der Abtransport der Lymphflüssigkeit gestört ist. Hier greift dann die Lymphdrainage ein! Die manuelle Lymphdrainage wird mit sehr leichtem Druck ausgeführt und bewirkt ein sanftes Verschieben der einzelnen Gewebeschichten gegeneinander. Dadurch wird in den Lymphgefäßen ein Sog erzeugt, der die überflüssige Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe "absaugt". Durch die verschiedenen Grifftechniken der Lymphdrainage ( pumpende und kreisende Bewegungen ) wird die Eigenmotorik der Lymphgefäße gefördert und somit der Abtransport der Schwellung gefördert. Wirkung der Lymphdrainage: 1. Verbesserung der Lymphbildung
2. Verschieben von Lymph- und Gewebeflüssigkeit
3. Steigerung der Lymphgefäßmotorik
4. Lockerung von fibrotisch verändertem Bindegewebe
5. Erhöhung des Lymphzeitvolumens (Lymphmenge, die pro Zeiteinheit transportiert wird) kranker Lymphgefäße |